So
27
Jun
2010
XANG6521 auf den Spuren von W. A. Mozart
Sonntag, der 6. Juni 2010 markiert eine Premiere in der Geschichte unseres Chores. Zum ersten Mal haben wir ein Hochamt in unserer Heimatgemeinde Fließ festlich umrahmt – mit der Missa brevis in
C von Wolfgang Amadeus Mozart, der sog. „Spatzenmesse“. Diesen Beinamen hat sie bekommen, weil die Violin-Figuren im Allegro des Sanctus und Benedictus wohl an Vogel- oder eben
Spatzengezwitscher erinnern. Mozart hat dieses Werk als 19-Jähriger komponiert, vermutlich wurde sie am Ostersonntag 1776 im Salzburger Dom uraufgeführt.
Nachdem wir die Missa Brevis – ebenfalls am Ostersonntag - gemeinsam mit dem Kirchenchor Ried in der Pfarrkirche Ried aufgeführt hatten, wollten wir dieses Kleinod unter den Mozart-Messen auch in
der Barbarakirche erklingen lassen. Die musikalische Gesamtleitung haben wir in die bewährten Hände von Michael Rietzler aus Fiss gelegt, dem es ganz hervorragend gelungen ist, sowohl den Chor
(verstärkt durch einige SängerInnen des Kirchenchores Ried) als auch das Orchester und die großartigen SolistInnen auf dieses Werk einzustimmen. Der leidenschaftliche Einsatz aller Mitwirkenden –
insbesondere und wieder einmal der unserer Chorleiterin Judith File – hat die Aufführung dieser Mozart-Messe dann auch zu einem besonderen musikalischen Ereignis werden lassen. Wir hoffen, dass
viele Gottesdienstbesucher ähnliches empfunden haben, wie unser Pfarrer Martin: „Gänsehaut rauf und runter“.
Ich möchte allen, die sich für diese Sache so ins Zeug gelegt haben, danke sagen. Ich danke „meinem“ Chor für den engagierten Einsatz und den Mitgliedern des Orchesters, die teilweise
unentgeltlich für uns gespielt haben, wie Franz Gigele (Pauke) und Dominik Pinzger (Trompete), Dr. Helmut Moser (Geige) und Manuela Walzthöni (Kontrabass). Ich danke unseren großartigen
SolistInnen, allen voran Lovisa Landström, die mit ihrem berückend schönen Sopran wohl hauptverantwortlich für das zitierte Gänsehautfeeling zeichnet. Ein herzliches Dankeschön geht aber auch an
all jene, die uns geholfen haben, die Kosten für dieses Unterfangen zu tragen - an alle die uns mit freiwilligen Spenden bedacht haben, die Gemeinde Fließ, Pfarrer Martin Riederer (dessen Mantel
ordentlich an Länge verloren hat), sowie Karl Heinz Gigele und Wilfried Spiss für ihren großzügigen Finanzierungsbeitrag. Ihnen ist es zu verdanken, dass wir es geschafft haben, ausgeglichen zu
bilanzieren. Abgesehen davon bleibt aber eines in jedem Fall auf der Habenseite – der anerkennende Applaus der Gottesdienstbesucher und die Musik Mozart’s, die in uns noch längere Zeit
nachklingen wird.
Willi Partl, Obmann
